Podiumsveranstaltung «Zwangsheirat und Kinderehe»

Zwangsheirat und Kinderehe aus juristischer und ethischer Perspektive. Wie ist die aktuelle Situation in der Schweiz? Wo bestehen Schutzlücken? Die Abteilung Jugend- und Familienförderung des Erziehungsdepartements und das Centrum für Familienwissenschaften führen am 20. November ihre jährliche gemeinsame Podiumsveranstaltung zu diesem Thema durch.

Erzwungene Ehen verletzen das Selbstbestimmungsrecht der Opfer in massiver Weise. In der Schweiz dürften pro Jahr mehrere Hundert Frauen und Männer durch Zwangsheirat bedroht sein. Der Bund sah sich vor einigen Jahren in der Pflicht, mit verschiedenen gesetzlichen Massnahmen die von Zwangsheirat betroffenen oder bedrohten Personen zu schützen. In Ergänzung dazu lancierte der Bundesrat ein Bundesprogramm gegen Zwangsheiraten (2013-2017) und unterstützt seither die Fachstelle Zwangsheirat. Teil der Massnahmen war, dass die Schweiz grundsätzlich keine im Ausland geschlossenen Minderjährigenehen (Kinderehen) mehr anerkennt. Seit dem Inkrafttreten der neuen straf- und zivilrechtlichen Bestimmungen sind fünf Jahre vergangen.

Zwangsehen spielen sich innerhalb von Familien bzw. familiärer Gemeinschaften ab, weshalb die Abteilung Jugend- und Familienförderung des Erziehungsdepartements sowie das Centrum für Familienwissenschaften den Fokus auf diese Problematik legen und sich für eine weitere Sensibilisierung in der Gesellschaft einsetzen. Ausgewiesene Fachpersonen führen Sie mit Inputreferaten in die Thematik ein und diskutieren anschliessend auf dem Podium.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 20. November 2018 von 18 bis 21 Uhr im Museum Kleines Klingental statt. Anmeldungen bitte bis zum 6. November 2018 an jff@bs.ch. Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt.

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